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Bald sind die Nachwuchskicker bekannter als Trainer Beckenbauer

Eschborn: Dass die Perspektiven für den deutschen Fußball keine schlechten sind, verdeutlichen die jüngsten Erfolge der neuen Generation in der Nationalmannschaft und der Triumph der kommenden Generation bei der U19-Europameisterschaft. Eine Bestätigung für die hervorragende Nachwuchsförderung im Bundesgebiet gab´s auch beim 1. Internationalen Reisebüro Waschke Mercure Cup auf den Sportanlagen vom 1. FC Eschborn und TuRa Niederhöchstadt, bei dem sich 15 U17-Mannschaften von Erst- und

Bald sind die Nachwuchskicker bekannter als Trainer Beckenbauer

Eschborn: Dass die Perspektiven für den deutschen Fußball keine schlechten sind, verdeutlichen die jüngsten Erfolge der neuen Generation in der Nationalmannschaft und der Triumph der kommenden Generation bei der U19-Europameisterschaft. Eine Bestätigung für die hervorragende Nachwuchsförderung im Bundesgebiet gab´s auch beim 1. Internationalen Reisebüro Waschke Mercure Cup auf den Sportanlagen vom 1. FC Eschborn und TuRa Niederhöchstadt, bei dem sich 15 U17-Mannschaften von Erst- und Zweitligisten aus dem In- und Ausland präsentieren. Die deutschen Teams dominierten den Wettbewerb – doch der Ausgang kam den Fußball-Anhängern bekannt vor: Mit dem FC Sevilla setzte sich eine spanischer Verein durch.

Das eine oder andere Gesicht dürften sich die Zuschauer eingeprägt haben, bekannte Namen haben aber bisher nur die Trainer. Stefan Beckenbauer zum Beispiel. Seinen Vater Franz sehe er nicht so häufig, erzählte der U17-Verantwortliche von Bayern München, der bis letzten Winter noch Assistent von Herrmann Gerland bei den Amateuren war, der Kontakt spiele sich meistens am Telefon ab. Ratschläge für seine Trainertätigkeit habe er sich vom Weltmeistermacher aber noch nicht eingeholt, witzelte der Fußball-Lehrer mit dem berühmten Nachnamen, einst Spieler von Kickers Offenbach. „Wenn´s um die Jugend geht, geb ich ihm die Tipps.“

Markus von Ahlen hat in den 90er Jahren 38 Bundesliga-Spiele für Bayer Leverkusen und den VfL Bochum absolviert und wurde nach sechsjähriger Jugendtrainertätigkeit in Leverkusen jetzt vom Hamburger SV verpflichtet. „Ich bin dankbar, dass ich mich mit Fußball beschäftigen und damit auch mein Geld verdienen kann“, sagte der sympathische Blondschopf. Mit dem HSV-Nachwuchs („Wir haben nur Kracher in der Mannschaft“) war er wie auch der holländische U 17-Meister AZ Alkmaar bereits drei Tage früher angereist, um in Eschborn und Niederhöchstadt ein Trainingslager abzuhalten. Nicht nur von der Organisation, Unterbringung und Verpflegung war der 37-Jährige angetan. Sondern vor allem vom „richtig guten Teilnehmerfeld“, das übrigens auch Beckenbauer ausdrücklich lobte. Da der Termin passte, sei es für den HSV klar gewesen, mitzumachen, sagte von Ahlen.

„Wir haben bei unseren Anfragen gleich ein Liste der 25 angeschriebenen Vereinen mitgeschickt“, erzählte gunnar Stegmüller von der Trainerorganisation. Die Unterbringung und teilweise auch die Reisekosten, ein Gesamtbetrag in ordentlicher fünfstelliger Höhe, würden vom Schwalbacher Reisebüro und den Eschborner Hotel als Hauptsponsoren übernommen, einige Kontakte habe der ehemalige Eintracht-Profi Patrick Falk hergestellt. Während die meisten Teilnehmer sehr schnell zugesagt hätten, sei eine Verpflichtung englisher Manschaften wie etwa Newcastle United an den verlangten Antrittsgeldern gescheitert, bei intalienischen Vereinen wie dem AC und Inter Mailand sowie Juventus Turin habe der Termin nicht gepasst. Real Madrid wäre gerne mit seiner U 17 gekommen, berichtete Stegmüller, jedoch hätten die Schüler des Fußball-Internates noch Ferien.

Mehrer hundert Zuschauer kamen zum Finaltag, und der 1. FC Eschborn und TuRa Niederhöchstadt profitierten vom hochkarätigen Jugendturnier, weil die Gastgeber die Einnahmen aus ihren Helferdiensten behalten dürfen. Die Eschborner Soma stellte zudem einen Sieger: Werner Fink gewann den Hauptpreis der Tombola, eine Reise nach Barbados mit anschließender Kreuzfahrt.

Höchter Neue Presse 06.08.2008